Googlebook vs. Chromebook: Die Unterschiede – und was jetzt aus Chromebooks wird

Von So geht ChromebookVeröffentlicht am Lesedauer: 5 Minuten

Seit Oktober 2026 gibt es neben Chromebooks auch Googlebooks. Beide kommen von Google, beide haben Chrome und den Play Store – und trotzdem richten sie sich an ganz unterschiedliche Käufer. Hier findest du alle Unterschiede im Überblick und die Antwort auf die wichtigste Frage: Lohnt sich ein Chromebook überhaupt noch?

Der Unterschied in einem Satz

Ein Chromebook ist ein günstiger, einfacher Laptop mit ChromeOS für den Alltag; ein Googlebook ist ein Premium-Laptop mit dem neuen, Android-basierten Googlebook OS, viel KI und enger Kopplung ans Android-Smartphone.

Vergleich auf einen Blick

Chromebook / Chromebook PlusGooglebook
Preis in Deutschlandab 299 € (Chromebook Plus ab 349 €)1.199 € bis 1.399 €
BetriebssystemChromeOSGooglebook OS (Android-Basis + ChromeOS-Desktop)
Hardware (Minimum)Chromebook Plus: Intel Core i3 (12. Gen.) oder AMD Ryzen 3 5000, 8 GB RAM, 128 GBIntel Core Ultra (Series 3) oder Snapdragon X Elite, 16 GB RAM, NPU ab 45 TOPS
Android-Appsüber den Play Store, in einer eigenen Umgebung neben dem Chrome-DesktopBasis des Systems, Apps in frei skalierbaren Desktop-Fenstern
BrowserChrome mit ErweiterungenChrome mit Erweiterungen
KI-FunktionenChromebook Plus: z. B. „Formuliere für mich“, Schnelles EinfügenMagischer Pointer, Klartext, Gemini Live und Spark, Circle to Search, KI für Dateien
SmartphoneSmartphone-Hub, Schnellstart, Quick ShareWeiter auf, Apps streamen, Dateizugriff (Android 17+), iPhone-Nachrichten
LinuxLinux-EntwicklungsumgebungDebian-Terminal in einer VM
Externe Laufwerkeu. a. FAT32, exFAT und NTFSnur exFAT und FAT32
Schule & Unternehmenvoll verwaltbarzum Start nur Privatgeräte, Verwaltung ab 2. Hälfte 2027
Updates10 Jahre ab Plattform-Start je Modell (Liste bei Google), höchstens bis Mitte 2034„bis zu zehn Jahre“, noch ohne Liste je Modell
Windows-Programme, SteamWindows nur über Cloud-Dienste (Parallels für Firmen ist seit April 2026 eingestellt); die Steam-Beta hat Google zum 1. Januar 2026 beendetvon Google nicht vorgesehen

Stand: 14. Oktober 2026. Quellen am Ende des Artikels.

Preis und Hardware

Das ist der größte Unterschied. Chromebooks beginnen im Google-Shop bei 299 €, Chromebook Plus bei 349 € – Googlebooks bei 1.199 € (HP) und reichen bis 1.399 € (ASUS). Dafür bekommst du durchgehend Premium-Hardware: OLED-Touchscreens, Gehäuse aus Aluminium, Magnesium oder Kohlefaser, haptische Glas-Touchpads und mindestens 16 GB Arbeitsspeicher. Googlebooks konkurrieren damit eher mit MacBooks und hochwertigen Windows-Laptops als mit Chromebooks.

Betriebssystem: ChromeOS gegen Googlebook OS

ChromeOS ist im Kern ein Browser-Betriebssystem, Android-Apps laufen in einer eigenen Umgebung daneben. Googlebook OS dreht das um: Laut Google basiert es auf dem Android-Technologie-Stack und übernimmt die Desktop-Grundlagen von ChromeOS. Android-Apps sind damit keine Gäste mehr, sondern die Basis – mit mehreren Fenstern pro App, Drag & Drop und eigenen Desktop-Versionen im Play Store. Chrome mit Erweiterungen und Web-Apps gibt es auf beiden.

Ein Detail, das im Alltag zählt: Googlebooks binden externe Laufwerke nur im Format exFAT oder FAT32 ein, und Drucken per Bluetooth geht nicht.

KI: Viel mehr Gemini auf dem Googlebook

Chromebook Plus hat bereits einige KI-Funktionen. Googlebooks gehen deutlich weiter: Der Magische Pointer holt Gemini direkt an den Mauszeiger, Klartext macht aus gesprochenem Text sauberen Fließtext, dazu kommen Gemini Live, Gemini Spark und die Suche nach Dateiinhalten. Einige beworbene Funktionen gibt es in Deutschland aber noch nicht – etwa „Eigenes Widget erstellen“ und die proaktive Unterstützung. Die vollständige Liste steht in Googlebook OS: alle Funktionen.

Smartphone: Der wichtigste Vorteil für Android-Nutzer

Mit einem Android-Smartphone ab Android 17 kann das Googlebook Aufgaben vom Handy übernehmen, Handy-Apps im Fenster streamen und direkt auf Fotos und Dateien des Smartphones zugreifen. Das geht auf Chromebooks so nicht. Für iPhone-Nutzer ist der Vorsprung kleiner: Hier gibt es nur die Ersteinrichtung per QR-Code und – mit Einschränkungen – iPhone-Nachrichten am Laptop.

Schule und Unternehmen

Hier bleibt das Chromebook vorerst die einzige Wahl. Googlebooks lassen sich zum Start nicht zentral verwalten: kein Arbeitsprofil, kein verwaltetes Google Play, Schulkonten ohne Play Store. Die Verwaltung über die Admin-Konsole soll laut Google in der zweiten Jahreshälfte 2027 kommen. Chromebooks bleiben laut Google für alle Schul- und Unternehmenseinsätze erhältlich.

Was wird aus Chromebooks?

Google stellt Chromebooks nicht ein. In der Hilfe für Administratoren (Stand 23. September 2026) schreibt Google:

  • ChromeOS-Geräte bekommen regelmäßige Updates und Sicherheitspatches bis Mitte 2034.
  • Für berechtigte Geräte, deren zehnjähriger Update-Zeitraum über 2034 hinausreicht, will Google den Umstieg auf Googlebook OS unterstützen – „viele Geräte“ sollen direkt wechseln können.
  • Welche Modelle umsteigen können, wann und wie, will Google noch bekannt geben.

Zur Einordnung: In Googles Liste der Update-Enden („Auto Update Policy“) standen am 29. September 2026 111 Einträge mit einem Update-Ende ab Juni 2034 – viele davon im Juni 2035 oder 2036. Ob jedes dieser Geräte auf Googlebook OS wechseln kann, ist offen.

Im Netz kursieren bereits Listen mit angeblichen Mindestanforderungen für den Umstieg (etwa „ab Intel 12. Generation und 8 GB RAM“). Dafür gibt es keine Google-Quelle – vermutlich wurden die Anforderungen für Chromebook Plus verwechselt.

Was soll ich kaufen?

Meine Einschätzung:

  • Du suchst einen günstigen Laptop zum Surfen, Mailen, für Office im Browser oder für die Schule? Dann ist ein Chromebook oder Chromebook Plus weiterhin die vernünftige Wahl – und es bekommt je nach Modell noch viele Jahre Updates. Achte beim Kauf auf das Update-Ende.
  • Du nutzt ein aktuelles Android-Smartphone, arbeitest viel mit Apps und suchst einen hochwertigen Laptop mit langer Akkulaufzeit? Dann ist ein Googlebook spannend – vor allem, sobald es unabhängige Tests gibt.
  • Du hast schon ein Chromebook? Dann musst du nichts überstürzen. Die Updates laufen weiter, und Google will den Umstieg für berechtigte Geräte später ermöglichen.

Welches Googlebook zu dir passt, zeigt die Übersicht aller Modelle; welches Chromebook, die Chromebook-Bestenliste.

Quellen