Googlebook: Was ist das? Alle Modelle, Preise und Funktionen in Deutschland

Von So geht ChromebookVeröffentlicht am Lesedauer: 8 Minuten

Seit dem 5. Oktober 2026 gibt es Googlebooks auch in Deutschland. Hier findest du alles, was du darüber wissen musst: was ein Googlebook überhaupt ist, welche Modelle es gibt, was sie kosten, welche KI-Funktionen in Deutschland tatsächlich funktionieren – und für wen sich der Kauf lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Googlebook ist eine neue Klasse von Premium-Laptops von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo mit Googles neuem Betriebssystem Googlebook OS.
  • Googlebook OS basiert laut Google auf dem Android-Technologie-Stack und übernimmt die Desktop-Grundlagen von ChromeOS. Es ist auf Googles KI Gemini ausgelegt.
  • In Deutschland gibt es vier Modelle, die UVP liegt zwischen 1.199 € und 1.399 €. Das Dell XPS Googlebook ist bisher nur in den USA erhältlich.
  • Google verspricht bis zu zehn Jahre Updates. Ein konkretes Update-Ende je Modell nennt Google noch nicht.
  • Chromebooks gibt es weiter. Sie bekommen laut Google regelmäßige Updates bis Mitte 2034.

Was ist ein Googlebook?

Google beschreibt Googlebooks als „brandneue Kategorie von Flagship-Laptops“. Sie sollen also nicht die günstigen Chromebooks ersetzen, sondern mit hochwertigen Windows-Laptops und MacBooks konkurrieren. Entsprechend hoch sind die Mindestanforderungen: Jedes Googlebook hat einen Prozessor der Reihe Intel Core Ultra (Series 3) oder Qualcomm Snapdragon X Elite, mindestens 16 GB Arbeitsspeicher, einen KI-Beschleuniger (NPU) der Klasse ab 45 TOPS, ein Gehäuse aus Aluminium, Magnesium oder Kohlefaser, ein haptisches Glas-Touchpad, eine beleuchtete Tastatur und einen Touchscreen.

Erkennungszeichen auf dem Deckel ist die Glowbar (im deutschen Hilfe-Center „Lichtleiste“): Sie zeigt beim Start, beim Laden und im Gespräch mit Gemini farbige Lichtsignale – auch bei zugeklapptem Laptop – und lässt sich komplett abschalten.

Was ist Googlebook OS?

Googlebook OS ist das Betriebssystem der Googlebooks. Laut dem deutschen Google-Blog ist es „basierend auf dem Android-Technologie-Stack und kombiniert mit den Desktop-Grundlagen von ChromeOS“. Während der Entwicklung hieß das Projekt „Aluminium OS“. Welche Android-Version genau darunter steckt, sagt Google nicht; Fachpresse und Wikipedia gehen von Android 17 aus.

Im Alltag bedeutet das:

  • Android-Apps aus dem Google Play Store laufen direkt im System, in frei skalierbaren Desktop-Fenstern. Für den Desktop optimierte Apps hebt der Play Store eigens hervor.
  • Chrome ist als vollwertiger Desktop-Browser mit Erweiterungen an Bord, Web-Apps lassen sich installieren.
  • Die Oberfläche hat einen Startbildschirm mit Apps, Widgets und Dateien, eine Taskleiste unten und eine Statusleiste oben – wer ein Android-Smartphone kennt, findet sich schnell zurecht.
  • Für Entwickler gibt es eine Linux-Umgebung (Debian) in einer eigenen virtuellen Maschine.

Alle Funktionen, Menüpfade und Tastenkürzel findest du in der Übersicht Googlebook OS: alle Funktionen.

Alle Googlebook-Modelle in Deutschland

ModellProzessorDisplayGewichtUVP in Deutschland
HP Googlebook 14Snapdragon X Elite14" OLED 3K1,24 kg1.199 €
Acer Googlebook 14Intel Core Ultra 5 / 714" OLED 2,8K, 360°-Scharnier, Stift1,15 kg1.249 € / 1.349 €
Lenovo Googlebook 15Intel Core Ultra 515,3" OLED 2,8K, 120 Hz1,29 kg1.379 €
ASUS Googlebook 14Intel Core Ultra 5 / 714" OLED 2,8K0,99 kg1.399 €
Dell XPS GooglebookSnapdragon X Elite13,4" LCD 2,5Kca. 1,0 kgin Deutschland nicht erhältlich (USA: 999 $)

Alle Modelle haben einen Touchscreen; die deutschen Modelle kommen mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher (das Lenovo gibt es im Handel zusätzlich mit 256 GB). Stand der Preise: Google-Shop Deutschland, 13. Oktober 2026. Google verkauft die Geräte nicht selbst, sondern verlinkt auf Händler wie MediaMarkt, Saturn und – beim Acer – Cyberport.

Kurz eingeordnet:

  • Am günstigsten und mit der längsten angegebenen Akkulaufzeit: das HP Googlebook 14. Es ist das einzige Modell in Deutschland mit Snapdragon-Chip (Arm).
  • Das einzige Convertible mit 360-Grad-Scharnier und Stiftunterstützung: das Acer Googlebook 14.
  • Das größte Display: das Lenovo Googlebook 15 – mit HDMI und USB-A.
  • Das leichteste: das ASUS Googlebook 14 mit 0,99 kg, ebenfalls mit HDMI und zwei USB-A-Buchsen.

Gemini und KI: Was funktioniert in Deutschland?

Google bewirbt Googlebooks als „designed for Gemini Intelligence“. Nicht alle KI-Funktionen stehen aber in Deutschland zur Verfügung. Laut dem Googlebook-Hilfe-Center (Stand 5. Oktober 2026) gilt:

In Deutschland verfügbarIn Deutschland (noch) nicht verfügbar
Magischer Pointer – Gemini direkt am Mauszeiger, auch auf DeutschEigenes Widget erstellen – nur auf Englisch in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Indien
Klartext – KI-Diktat, für Deutsch optimiertProaktive Unterstützung
Gemini, Gemini Live und Gemini SparkMagische Vorschläge
Schnelles Einfügen, Circle to Search, SchreibtoolsMehrstufige Aufgaben (Bildschirmautomatisierung, Beta)
KI für Dateien und Dateisammlungen

Wichtig: Der deutsche Google-Blog hatte im September noch „proaktive Vorschläge“ und „Aufgabenautomatisierung“ zu den Funktionen gezählt, die „direkt nach dem Auspacken“ verfügbar sind. Das jüngere Hilfe-Center widerspricht dem – maßgeblich ist das Hilfe-Center. Viele KI-Funktionen setzen außerdem ein Alter ab 18 Jahren voraus.

Smartphone: Am besten mit Android 17

Die engste Verbindung gibt es mit einem Android-Smartphone ab Android 17 (gleiches Google-Konto, gleiches WLAN, Bluetooth an):

  • Weiter auf: Aufgaben am Smartphone beginnen und am Googlebook fortsetzen – sofern die App das unterstützt.
  • Meine Apps streamen: Apps des Smartphones im Fenster am Laptop bedienen, ohne sie zu installieren.
  • Schnellzugriff: Fotos und Dateien des Smartphones direkt in der Dateien-App.
  • Dazu Benachrichtigungen, „Bitte nicht stören“, Instant-Hotspot, Google Messages und Quick Share.

Mit dem iPhone klappt die Ersteinrichtung per QR-Code ebenfalls. Über die Apps „Link to iOS“ und „Link to Googlebook“ lassen sich außerdem iPhone-Nachrichten am Laptop lesen und senden – mit Einschränkungen. Die übrigen Smartphone-Funktionen gibt es nur mit Android 17 oder neuer.

Googlebook oder Chromebook?

Die beiden Gerätearten richten sich an unterschiedliche Käufer: Chromebooks gibt es in Deutschland ab 299 €, Chromebook Plus ab 349 € – Googlebooks starten bei 1.199 €. Dafür bekommst du deutlich stärkere Hardware, ein System, das Android-Apps von Grund auf versteht, und die neuen KI- und Smartphone-Funktionen. Für Schulen und Unternehmen sind Googlebooks zum Start noch nicht geeignet: Die Verwaltung über die Admin-Konsole soll erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 kommen.

Den ausführlichen Vergleich mit allen Unterschieden findest du hier: Googlebook vs. Chromebook.

Für wen lohnt sich ein Googlebook?

Meine Einschätzung: Ein Googlebook ist vor allem für dich interessant, wenn du ein aktuelles Android-Smartphone nutzt, viel mit Android-Apps und im Browser arbeitest und einen hochwertigen, leichten Laptop mit langer Akkulaufzeit suchst. Wer dagegen günstig im Netz surfen, E-Mails schreiben und Office im Browser nutzen möchte, ist mit einem Chromebook weiterhin gut und deutlich günstiger bedient. Und wer auf Windows-Programme oder Steam-Spiele angewiesen ist, sollte genau hinschauen: Dafür sieht Google bei Googlebooks bisher keine Lösung vor.

Unabhängige Labortests mit Messungen von Akku, Leistung und Display gibt es zum Marktstart noch nicht. Die Akkuwerte von Google stammen laut Hilfe-Center aus Tests mit Vorabversionen. Sobald es belastbare Tests gibt, ergänze ich sie auf den Modellseiten.

Wie lange bekommt ein Googlebook Updates?

Google verspricht „bis zu zehn Jahre“ regelmäßige Updates und Feature Drops. Ab wann diese zehn Jahre zählen und welches Modell bis wann versorgt wird, sagt Google bisher nicht – eine Liste wie die „Auto Update Policy“ für Chromebooks gibt es für Googlebooks noch nicht. Updates installierst du unter Einstellungen → System → Softwareupdates → Systemupdate; der Akku muss dafür mindestens zu 75 % geladen sein.

Für Chromebooks gilt laut Google: Sie bekommen regelmäßige Updates und Sicherheitspatches bis Mitte 2034. Viele neuere Chromebooks sollen später auf Googlebook OS wechseln können – welche Modelle, wann und wie, will Google noch bekannt geben.

Startangebote in Deutschland

Zum Marktstart legt Google laut den Angebotsbedingungen (Stand 5. Oktober 2026) unter anderem 12 Monate Google AI Pro, 3 Monate YouTube Premium, 12 Monate GeForce NOW Fast Pass (bis 50 Stunden pro Monat) sowie Probezeiträume für Adobe Premiere, Photoshop, Lightroom, CapCut Pro und BandLab Pro dazu. Eingelöst werden die Angebote in der App „Tipps“ unter „Vorteile“. Die Bedingungen haben sich vor dem Start mehrfach geändert – prüfe die aktuellen Fristen vor dem Kauf auf der Angebotsseite von Google.

Häufige Fragen

Kann ich auf einem Googlebook Windows-Programme nutzen?

Google erwähnt dafür keine Möglichkeit. Windows-Programme lassen sich wie auf dem Chromebook am ehesten über Cloud-Dienste nutzen. Mehr dazu in meinem Artikel Windows auf dem Chromebook.

Kann ich Steam-Spiele spielen?

Steam erwähnt Google für Googlebooks nicht. PC-Spiele laufen über Cloud-Gaming wie GeForce NOW, das Google zum Start sogar zwölf Monate lang dazugibt.

Laufen alle Android-Apps auf allen Googlebooks?

Fast. Google hat am Starttag gegenüber Android Authority eingeräumt, dass „eine kleine Handvoll“ komplexer Apps und Spiele auf den Modellen mit Intel-Prozessor (Acer, ASUS, Lenovo) noch Anpassungen durch die Entwickler braucht. Welche Apps betroffen sind, nennt Google nicht.

Welche Laufwerke und Drucker funktionieren?

Externe Laufwerke müssen im Format exFAT oder FAT32 formatiert sein – NTFS (Windows) und APFS (Mac) werden nicht eingebunden. Drucken funktioniert über WLAN, Netzwerkkabel und USB, aber nicht per Bluetooth.

Kann ich ein Googlebook für die Schule oder die Firma nutzen?

Zum Start sind Googlebooks Privatgeräte. Arbeitskonten können sich anmelden, wenn der Administrator es erlaubt, aber es gibt keine Geräteverwaltung, kein Arbeitsprofil und kein verwaltetes Google Play. Schulkonten können keine Apps aus dem Play Store laden. Die volle Verwaltung soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 folgen.

Quellen